
Sri Lanka
Während des 26-jährigen Bürgerkriegs (1983 – 2009) zwischen Singhalesen und Tamilen starben mindestens 80‘000 Menschen; Unzählige wurden verletzt oder sind spurlos verschwunden. Bis heute leidet eine grosse Anzahl Menschen unter den Konsequenzen dieses Bürgerkrieges, vor allem unter der extremen Armut, Schutzlosigkeit und den psychischen Problemen. Die besonders betroffene Bevölkerung, vor allem die Tamilen, leben im Norden, Osten und im zentralen Hügelgebiet in den Teeplantagen. Viele der Betroffenen vom Menschenhandel werden in der Hauptstadt Colombo (in “Fake-Spas” und Hotels), an den Touristenorten innerhalb des Landes, viele weitere in Indien und den Golfstaaten ausgebeutet.
SOLVA setzt sich seit 2022 zum Ziel, sich in folgenden Bereichen zu engagieren:
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Sexuelle Ausbeutung
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Ausbeutung von Arbeitskraft in den Bereichen: Haushalt, Teeplantagen, Bau
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Sextourismus
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Häusliche Gewalt und sexuellen Missbrauch
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Transit von Betroffenen in weitere Länder
Zusammen mit lokalen Partnern setzt sich SOLVA in den folgenden Arbeitsbereichen ein:
Prävention in den Tee-Plantagen
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Sensibilisierungsarbeit an Schulen, für Eltern und lokale Behörden
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Nachhaltiger Aufbau von Kleingewerben & Kooperativen (zur Vermeidung des Verkaufs der eigenen Kinder auf Grund finanzieller Nöte)
Hilfe für Betroffene von häuslicher Gewalt, sexuellem Missbrauch und
Gefährdete von Menschenahandel
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Zusammenarbeit mit lokalen Behörden für den Schutz und die Betreuung von Gefährdeten und Betroffenen
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Schutzorte für Betroffene aus Situationen von Gewalt und Missbrauch
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Schulunterstützung und Unterstützung zum Existenzaufbau mit Kursen, Weiterbildungen und Förderung der Selbständigkeit
Weitere Arbeitsbereiche sind in Planung
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In den Teeplantagen, im Norden und Osten des Landes:
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Befreiung von Opfern von Menschenhandel und häuslicher Gewalt
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Rehabilitation / Reintegration: Betreutes Wohnen, Schulbesuch, Ausbildung
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Anwaltschaft / Verfolgung der Täter
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Nationales Netzwerk